Kriegsblind | Marion Guerrero

Kriegsblind | Marion Guerrero

Theatertext
7 Personen | 2D, 5H


UA: frei


Ein Krieg, Exil, ein neues Land – und ein altes Foto, das nicht verblassen will!


Wenn du nicht selbst an der Front warst, sind Zeitungen nicht mehr als Druckerschwärze auf billigem Papier.


SYNOPSIS

Soldaten lassen einen Krieg zurück: Moritz und Ann wollen in einem anderen Land ein neues Leben beginnen. Schnell erhält der Musiker Moritz ein Angebot von einer Plattenfirma. Auch Ann findet einen neuen, einen friedlichen Job, und ihrer Karriere steht nichts mehr im Weg. Doch im Frieden und in den Möglichkeiten des Exils schleichen sich bald erste Zweifel ein, denn die Erinnerungen an das Erlebte lassen sie nicht los. In der Auseinandersetzung mit dem Krieg und der Sehnsucht nach ihrer Heimat sind sie auf sich allein gestellt; in ihrem neuen Umfeld ist niemand in der Lage, ihre Erfahrungen und Gefühle zu teilen.

So zieht sich Moritz in sich selbst zurück. Im Exil gelingt es ihm nicht, Songs zu schreiben, und Ann flüchtet erneut: diesmal in eine Beziehung mit Billy, dem Chef von Moritz’ Plattenfirma. Beide wissen, dass der Weg, den sie gewählt haben, nicht der richtige für sie ist, doch ein anderer Ausweg bietet sich nicht. Dann bekommt Ann von Billy einen Heiratsantrag und wird gleichzeitig durch ein Foto eines Jungen mit Kalaschnikow an Dinge erinnert, die sie längst vergessen glaubte. Und Moritz schreibt für sie ein Lied …


ÜBER DIE AUTORIN MARION GUERRERO

Die 1980 in Wien geborene Autorin Marion Guerrero wuchs in Bogotá, Albany (New York), Wien und Bayern auf. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und Philosophie an der Universität Wien setzte sie ihre Ausbildung als Master of Laws Fulbright-Stipendiatin an der Columbia University in New York …

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Fotografie: Martin Kröß (© gleichzeit)