Homo Ulterior | Jorghi Poll

Homo Ulterior | Jorghi Poll

Theatertext
6 Personen | 2D, 4H


UA: frei


Ein jenseitiger Mensch, ein Journalist und seine Assistentin auf Treibjagd. Doch die Suche nach einem Leichnam gerät außer Kontrolle.


Das wird auch nicht besser. Vielleicht erträglicher, irgendwann. Wenn man nicht mehr dagegen ankämpft. Man bräuchte Augen wie eine Fliege … Fliegenaugen. Die nehmen alles wahr und sehen doch nichts.


SYNOPSIS

Der altgediente Journalist Weill hört über seine junge Assistentin von einem schier unglaublichen Fall: Ein Leichnam ist gefunden worden, mit völlig amorphem Körper, angeschlossen an einen Computer und nicht fähig, irgendetwas außerhalb dieses Computersystems wahrzunehmen. Schnell finden sie die Gerichtsmedizinerin, die den Leichnam obduziert hat. Aber wer diesen Menschen so zugerichtet hat, kann auch sie nicht sagen. Währenddessen hat Weill alle Hände voll zu tun, denn ein rassistischer Serienmörder tötet Frauen, tätowiert sie mit nordischen Symbolen und wirft sie in den Kanal. Weills bester Freund, der Zeitungsverkäufer Augustin, wird von zwei Polizisten schikaniert und misshandelt. Die Gewaltspirale beginnt sich zu drehen und über allem schwebt drohend das Bild des blinden Leichnams — als Symbol der Verdrängung und der Isolation. Keine Utopie. Paralyse.


ÜBER DEN AUTOR JORGHI POLL

*1978 in Bad Schwalbach als Sohn eines deutschen Vaters und einer österreichischen Mutter. Rettungssanitäter beim Deutschen Roten Kreuz, Sach- und Personenbearbeiter in einem städtischen Sozialamt und Frontmann der Progressive-Rock-Band …

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Fotografie: Martin Kröß (© gleichzeit)